Energie sparen im großen Stil – Der 400 Liter Wärmepumpenboiler
Ein Wärmepumpenboiler kann die Warmwasserkosten um bis zu 60% reduzieren – eine beeindruckende Einsparung, die viele Hausbesitzer aufhorchen lässt. Während herkömmliche Systeme hohe Energiekosten verursachen, nutzt der Wärmepumpenboiler etwa zwei Drittel der benötigten Energie clever aus der Umgebungsluft. Dabei liegt der Geräuschpegel bei nur etwa 35 Dezibel, vergleichbar mit einem leisen Zimmerventilator.
Die Investition in einen Wärmepumpenboiler von 3.500 bis 5.000 CHF mag zunächst hoch erscheinen, doch die jährlichen Betriebskosten von durchschnittlich 640 CHF sprechen für sich. Tatsächlich kann sich diese Investition durch die erheblichen Einsparungen schnell rentieren – besonders in Kombination mit einer Photovoltaikanlage, die die Betriebskosten sogar auf null senken kann.
Wie funktioniert ein 400 Liter Wärmepumpenboiler?
Die technische Raffinesse eines 400 Liter Wärmepumpenboilers zeigt sich in seinem durchdachten Aufbau. Der Boiler kombiniert dabei moderne Wärmepumpentechnologie mit einem großzügigen Speichervolumen, wodurch er sich besonders für Mehrfamilienhäuser und gewerbliche Anwendungen eignet.
Das Grundprinzip der Wärmepumpe
Der Wärmepumpenboiler nutzt ein ausgeklügtes System zur Warmwasserbereitung. Zunächst saugt ein Ventilator die Umgebungsluft an und leitet sie zum Verdampfer. In diesem befindet sich ein spezielles Kältemittel, das selbst bei niedrigen Temperaturen verdampft. Anschließend durchläuft das System folgende Kernprozesse:
- Verdichtung des Kältemitteldampfs durch einen Kompressor
- Wärmeübertragung auf den Wasserspeicher durch einen Wärmetauscher
- Entspannung des Kältemittels durch ein Expansionsventil
- Rückführung in den Ausgangszustand für einen neuen Zyklus
Darüber hinaus erreicht das System Wassertemperaturen von bis zu 60°C ausschließlich durch die Wärmepumpentechnologie. Diese Effizienz ermöglicht es, dass der Boiler etwa drei Viertel seiner Energie aus der Umgebungsluft bezieht.
Besonderheiten großer Systeme
Bei 400-Liter-Systemen kommen spezielle technische Merkmale zum Tragen. Der Wärmepumpenboiler verfügt über eine Split-Funktion, die eine flexible Aufstellung ermöglicht. Die Luftführung kann dabei über Rohre mit einem Durchmesser von 160 mm bis zu einer Gesamtdistanz von 20 Metern realisiert werden.
Für einen optimalen Betrieb benötigt der Wärmepumpenboiler bestimmte Rahmenbedingungen. Die Umgebungstemperatur sollte zwischen +6 und +40°C liegen. Besonders effizient arbeitet das System bei einer Lufttemperatur von 20°C, wobei es einen COP-Wert von 4,1 erreicht. Dies bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom mehr als vier Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugt werden.
Ein weiterer Vorteil großer Systeme ist ihre Vielseitigkeit. Sie können problemlos mit anderen Wärmequellen kombiniert werden und verfügen über einen integrierten Wärmetauscher für externe Heizquellen. Die Speicherladung erfolgt über eine integrierte Umwälzpumpe, die für eine gleichmäßige Temperaturverteilung sorgt.
Energieverbrauch und Effizienz im Überblick
Die bemerkenswerte Effizienz moderner Wärmepumpenboiler zeigt sich in ihrer Leistungszahl (COP). Bei einer Umgebungstemperatur von 20°C erreichen aktuelle 400-Liter-Systeme einen COP-Wert von bis zu 3,81. Dies bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom nahezu vier Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugt werden.
Jährlicher Stromverbrauch
Der jährliche Stromverbrauch eines Wärmepumpenboilers hängt maßgeblich von der Nutzungsintensität ab. Dabei verbraucht eine Person durchschnittlich etwa 1.500 Kilowattstunden thermische Energie pro Jahr. Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt dementsprechend ungefähr 6.000 kWh jährlich. Bei einem effizienten Wärmepumpenboiler mit einer Jahresarbeitszahl von 3 und einem Strompreis von 32 Rappen pro Kilowattstunde entstehen jährliche Betriebskosten von etwa 640 Franken.
Vergleich mit konventionellen Systemen
Gegenüber herkömmlichen Systemen weisen Wärmepumpenboiler deutliche Effizienzvorteile auf:
- Ein klassischer Elektroboiler erreicht einen COP von lediglich 0,94
- Wärmepumpenboiler sind je nach Zapfprofil 2 bis 3-mal effizienter
- Die Effizienz bleibt auch bei unterschiedlichen Entnahmemengen stabil
Allerdings beeinflusst die Raumtemperatur die Effizienz des Systems. Grundsätzlich arbeitet der Wärmepumpenboiler am effizientesten bei Temperaturen zwischen 15°C und 20°C. Zudem spielt das Zapfprofil eine wichtigere Rolle als bei konventionellen Elektroboilern.
Einsparungspotenzial
Das finanzielle Einsparpotenzial ist beachtlich. Tatsächlich können Haushalte durch den Einsatz eines Wärmepumpenboilers bis zu 65% der Energiekosten im Vergleich zu reinen Elektroboilern einsparen. Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Warmwasserverbrauch von 300 Litern pro Tag können die jährlichen Einsparungen etwa 400 Franken betragen.
Darüber hinaus lässt sich die Effizienz durch verschiedene Faktoren weiter optimieren. Die Installation in Räumen mit konstanter Temperatur, wie Heizungsräumen oder Waschküchen, verbessert die Leistung erheblich. Eine besonders wirtschaftliche Option bietet die Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage, wodurch die Betriebskosten für die Warmwasserproduktion sogar auf null sinken können.
Die Effizienz des Systems wird durch den bemerkenswerten COP-Wert von 3,12 unterstrichen. Diese hohe Leistungszahl gewährleistet, dass der Wärmepumpenboiler selbst bei schwankenden Außentemperaturen zuverlässig und kostensparend arbeitet.
Ideale Einsatzgebiete für 400L Systeme
Mit einer täglichen Warmwasserproduktion von bis zu 1.200 Litern eignet sich der 400-Liter-Wärmepumpenboiler besonders für größere Anwendungen. Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen ihn zu einer praktischen Lösung für verschiedene Gebäudetypen.
Mehrfamilienhäuser
Der 400-Liter-Wärmepumpenboiler deckt den Warmwasserbedarf von bis zu fünf Personen zuverlässig ab. Dabei ermöglicht die flexible Aufstellung mit abnehmbarer Split-Wärmepumpe eine optimale Raumnutzung. Insbesondere für Mehrparteienhäuser bietet sich der Wärmepumpenboiler als zentrales Element der Warmwasserversorgung an.
Die Installation eignet sich besonders als:
- Ersatz für bestehende Etagenboiler
- Ergänzung zu konventionellen Heizungsanlagen
- Alternative zu dezentralen Systemen
Hotels und Pensionen
Für den Hotelbetrieb stellt der Wärmepumpenboiler eine besonders effiziente Lösung dar. Die Anlage gewährleistet auch zu Stoßzeiten eine zuverlässige Warmwasserversorgung. Darüber hinaus sorgt ein automatisiertes Legionellenprogramm für höchste Hygieneanforderungen.
Der Wärmepumpenboiler lässt sich problemlos mit bestehenden Heizungssystemen kombinieren. Außerdem ermöglicht die Nutzung von selbstproduziertem Photovoltaik-Strom einen nahezu autarken Betrieb über das gesamte Jahr. Dies macht ihn besonders attraktiv für Hotels, die ihre Betriebskosten optimieren möchten.
Sportanlagen
In Sportanlagen, wo regelmäßig große Mengen Warmwasser benötigt werden, zeigt der 400-Liter-Wärmepumpenboiler seine Stärken. Die konstante Verfügbarkeit von Warmwasser ist dabei besonders wichtig. Der Boiler kann wahlweise neben dem Wasserspeicher platziert werden, was eine flexible Installation auch in bestehenden Anlagen ermöglicht.
Die Effizienz des Systems wird durch die Nutzung der Abwärme älterer Heizungsanlagen zusätzlich gesteigert. Dabei spielt auch die Platzierung eine wichtige Rolle – idealerweise in Heizungs- oder Waschräumen, wo die entstehende Entfeuchtung weitere Vorteile bringt.
Für alle Einsatzgebiete gilt: Der Wärmepumpenboiler benötigt für den effizienten Betrieb eine bislang ungenutzte Warmluftquelle. Die Umgebungstemperatur sollte zwischen +6 und +40°C liegen, wobei die höchste Effizienz bei etwa 20°C erreicht wird. In dieser optimalen Betriebsumgebung können bis zu zwei Drittel weniger Strom im Vergleich zu konventionellen Systemen verbraucht werden.
Installation und Platzbedarf
Für die fachgerechte Installation eines 400-Liter-Wärmepumpenboilers sind präzise Voraussetzungen zu beachten. Zunächst muss die Montage ausschließlich durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen, da dies nicht nur für die Garantie wichtig ist, sondern auch Montage-Fehler und mögliche Folgeschäden vermeidet.
Technische Voraussetzungen
Die grundlegenden technischen Anforderungen umfassen:
- Eine 230V-Netzsteckdose mit 10A-Absicherung
- Einen Kondenswasserablauf für bis zu 10 Liter täglich
- Eine Bodenbelastbarkeit von mindestens 500 kg
- Frostsichere Umgebung mit Temperaturen über 8 Grad Celsius
Darüber hinaus ermöglicht die Split-Bauweise eine flexible Installation. Die trinkwasserführenden Verbindungsrohre zwischen Boiler und Wärmepumpe können dabei bis zu 12 Meter lang sein. Außerdem lässt sich die Zu- und Abluft durch Rohre mit einem Durchmesser von 160 mm bis zu einer Gesamtdistanz von 20 Metern führen.
Raumgröße und Belüftung
Der Aufstellungsort spielt eine entscheidende Rolle für die Effizienz des Systems. Das Raumvolumen muss mindestens 20 Kubikmeter betragen. Besonders geeignet sind Heizungsräume, Waschräume oder Weinkeller. In diesen Räumen kann die entstehende Abkühlung sogar vorteilhaft sein, da sie gleichzeitig zur Entfeuchtung beiträgt.
Die Raumhöhe sollte bei 400-Liter-Modellen mindestens 2,10 Meter betragen. Allerdings bieten moderne Systeme durch ihre Split-Bauweise auch Lösungen für Räume mit geringerer Deckenhöhe. Hierbei kann die Wärmepumpeneinheit separat vom Speicher platziert werden.
Für die Belüftung gelten spezifische Anforderungen. Die Luftzufuhr kann entweder direkt aus dem Aufstellraum erfolgen oder durch ein Kanalsystem aus anderen Räumen. Bei der Planung der Luftführung ist zu beachten, dass übermäßig staub- oder aerosolhaltige Raumluft vermieden werden sollte.
Die optimale Effizienz wird bei Zulufttemperaturen von mindestens 10°C erreicht. Gleichzeitig sollte der Aufstellraum nicht innerhalb der thermischen Gebäudehülle liegen. Dies verhindert unerwünschte Wärmeverluste im Winter und gewährleistet eine effiziente Nutzung der Umgebungswärme.
Besonders wichtig ist die Berücksichtigung der Türbreite von mindestens 72 cm für den Transport. Bei Wendeltreppen oder schmalen Kellertreppen sind genaue Ausmessungen unerlässlich, da der Wärmepumpenboiler während des Transports nicht mehr als 45 Grad geneigt werden darf.
Aktuelle Förderung und Zuschüsse
Die finanzielle Unterstützung für Wärmepumpenboiler gestaltet sich in der Schweiz vielfältig und attraktiv. Verschiedene Förderprogramme auf Bundes- und Kantonsebene machen den Umstieg auf diese energieeffiziente Technologie besonders interessant.
Bundesförderung
Die schweizweite Klimaprämie unterstützt den Ersatz fossiler Heizungen durch Wärmepumpenboiler mit beachtlichen Beträgen. Der Förderbetrag berechnet sich dabei nach dem bisherigen Energieverbrauch und beträgt 1,80 Franken pro eingespartem Liter Heizöl. Dies entspricht etwa 360 Franken pro Kilowatt Heizleistung bei einer korrekt dimensionierten Anlage.
Darüber hinaus existiert ein spezielles Förderprogramm für landwirtschaftliche Betriebe, das vom Bundesamt für Energie unterstützt wird. Landwirte können dabei von Zuschüssen zwischen 1.000 und 1.200 Franken profitieren, sofern sie einen täglichen Warmwasserbedarf von mindestens 150 Litern nachweisen.
Regionale Programme
Die kantonalen Förderprogramme weisen bemerkenswerte Unterschiede auf. Hier eine Übersicht der attraktivsten Förderbeträge:
- Kanton Wallis: bis zu 9.000 CHF
- Stadt Zürich: bis zu 8.000 CHF
- Kanton Basel-Landschaft: bis zu 7.000 CHF
- Kanton Schaffhausen: bis zu 6.000 CHF
Außerdem bieten einige Energieversorger zusätzliche Fördergelder und vergünstigte Stromtarife an. Im Kanton Schaffhausen und Thurgau können beim Ersatz eines Elektroboilers durch einen Wärmepumpenboiler beispielsweise Zuschüsse von bis zu 450 Franken beantragt werden.
Antragstellung
Der Antragsprozess erfordert eine sorgfältige Planung und zeitliche Koordination. Grundsätzlich muss der Förderantrag vor Beginn der Installationsarbeiten eingereicht werden. Nach der Bewilligung haben Antragsteller in der Regel zwei Jahre Zeit, um das Projekt abzuschließen.
Für die kantonale Förderung erfolgt die Anmeldung über das jeweilige Web-Portal des Wohnkantons. Dabei müssen alle erforderlichen Daten eingegeben und entsprechende Nachweise hochgeladen werden. Die Installation muss zwingend durch einen qualifizierten Fachbetrieb erfolgen.
Bei der Klimaprämie ist zunächst die Einrichtung eines Kontos auf der Förderplattform von Energie Zukunft Schweiz notwendig. Anschließend führt eine schrittweise Anleitung durch den Antragsprozess. Für landwirtschaftliche Betriebe gelten besondere Bedingungen – hier muss ein Mindest-Warmwasserverbrauch von 150 Litern täglich nachgewiesen werden.
Die Auszahlung der Förderung erfolgt in den meisten Fällen nach Abschluss der Arbeiten und Einreichung aller erforderlichen Unterlagen. Dennoch empfiehlt sich eine frühzeitige Antragstellung, da einige Förderprogramme nur über begrenzte Budgets verfügen. Das schweizweite Förderprogramm EFFIBOILER wurde beispielsweise bereits im März 2021 eingestellt, nachdem das Förderbudget ausgeschöpft war.
Wartung und Lebensdauer
Regelmäßige Wartung spielt eine entscheidende Rolle für die Langlebigkeit eines Wärmepumpenboilers. Grundsätzlich funktioniert ein Wärmepumpenboiler zwar störungsfrei, allerdings empfehlen Hersteller aufgrund der komplexeren Bauweise eine systematische Wartung.
Regelmäßige Wartungsarbeiten
Die empfohlenen Wartungsintervalle betragen zwei Jahre. Dabei umfassen die wesentlichen Wartungsarbeiten:
- Überprüfung und Reinigung der Wärmetauscher
- Kontrolle der Kältemittelkreisläufe auf Dichtheit
- Inspektion elektrischer Verbindungen
- Überprüfung der Sicherheitsventile
- Reinigung oder Austausch der Wasserfilter
Darüber hinaus sollte bei Modellen mit Magnesiumanode diese alle vier Jahre ersetzt werden. Bei Systemen mit Fremdstromanode entfällt dieser Wartungsschritt. Die durchschnittlichen Wartungskosten belaufen sich auf etwa 300 Euro pro Jahr.
Typische Lebensdauer
Die Lebensdauer eines Wärmepumpenboilers unterscheidet sich deutlich von konventionellen Systemen. Während ein klassischer Elektroboiler bis zu 20 Jahre oder länger funktionsfähig bleibt, beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines Wärmepumpenboilers 10 bis 15 Jahre. Diese kürzere Lebensspanne erklärt sich durch die technisch anspruchsvollere Konstruktion.
Allerdings zeigen neuere Studien, dass moderne Wärmepumpenboiler bei optimaler Wartung eine Betriebsdauer von 15 bis 25 Jahren erreichen können. Der zentrale Faktor für die Langlebigkeit ist dabei der Verdichter, dessen Laufzeit von Herstellern mit mehr als 70.000 Betriebsstunden prognostiziert wird.
Verschleißteile
Im Vergleich zu konventionellen Systemen verfügt ein Wärmepumpenboiler über mehrere technische Komponenten, die regelmäßiger Aufmerksamkeit bedürfen. Zu den wichtigsten Bauteilen zählen der Verdampfer, der Verdichter sowie der Verflüssiger.
Besonders wichtig ist die Überwachung des Kältemittels, da Verunreinigungen oder Austritte zu Funktionsstörungen führen können. Bei der Wartung werden daher alle elektrischen Verbindungen sowie mechanischen Bauteile im Inneren der Wärmepumpe hinsichtlich Verschleiß untersucht.
Ein ungewöhnlich hoher Verschleiß deutet häufig auf Installations- oder Einbaufehler hin. Deshalb empfiehlt sich bei Veränderungen in der Funktionsweise eine unverzügliche Kontaktaufnahme mit der Installationsfirma. Die Investition in regelmäßige Wartung zahlt sich dabei aus – die Reparaturkosten bei vernachlässigter Wartung können um ein Vielfaches höher ausfallen.
Praxiserfahrungen von Nutzern
Langjährige Praxiserfahrungen zeigen, dass sich die Investition in einen Wärmepumpenboiler durch beachtliche Einsparungen auszahlt. Die gemessenen Leistungszahlen (COP) reichen von 2,98 bis 3,81 bei Umgebungstemperaturen zwischen 15°C und 20°C.
Energieeinsparungen
Die tatsächlichen Energieeinsparungen übertreffen häufig die theoretischen Erwartungen. Messungen belegen, dass Wärmepumpenboiler etwa dreimal effizienter arbeiten als herkömmliche Elektroboiler. Selbst bei kleineren Warmwasserentnahmen bleibt der Wärmepumpenboiler mehr als doppelt so effizient wie klassische Systeme.
Darüber hinaus zeigt sich die Effizienz besonders deutlich im Vergleich:
- Ein klassischer Elektroboiler erreicht einen COP von nur 0,94
- Wärmepumpenboiler sind je nach Nutzungsprofil 2 bis 3-mal effizienter
- Die Verlustleistung während Stillstandsperioden ist nur halb so hoch
Betriebskosten
Die jährlichen Betriebskosten fallen deutlich niedriger aus als bei konventionellen Systemen. Ein Vier-Personen-Haushalt mit durchschnittlichem Warmwasserverbrauch von etwa 6.000 kWh pro Jahr verursacht bei einem Strompreis von 32 Rappen pro Kilowattstunde Kosten von etwa 640 Franken.
Außerdem lässt sich durch die Nutzung günstiger Nachttarife zusätzliches Einsparpotenzial erschließen. Bei der Umstellung von einer Ölheizung auf einen Wärmepumpenboiler können jährlich etwa 500 Liter Heizöl eingespart werden. Dies entspricht einer finanziellen Ersparnis von rund 800 Franken pro Jahr.
Tatsächlich amortisiert sich die Investition bereits nach etwa fünf Jahren. Über die gesamte Lebensdauer betrachtet, können Haushalte mit einer Gesamtersparnis von rund 10.000 Franken rechnen.
Zufriedenheit
Die Rückmeldungen von Nutzern fallen überwiegend positiv aus. Besonders geschätzt wird die problemlose Installation und schnelle Inbetriebnahme. Die Servicequalität wird ebenfalls positiv bewertet, wobei Techniker bei Störungen meist innerhalb kurzer Zeit vor Ort sind.
Die Zufriedenheit basiert hauptsächlich auf drei Aspekten:
- Zuverlässiger Betrieb: Die Systeme arbeiten weitgehend störungsfrei und gewährleisten eine konstante Warmwasserversorgung.
- Flexible Nutzung: Die Möglichkeit, die Warmwasserproduktion zeitlich zu steuern, wird von vielen Nutzern als vorteilhaft empfunden.
- Kosteneinsparung: Die deutlich reduzierten Betriebskosten überzeugen selbst skeptische Anwender.
Besonders positiv bewerten Nutzer die Kombination mit Photovoltaikanlagen. In solchen Fällen können die Betriebskosten für die Warmwasseraufbereitung sogar auf null sinken. Die Effizienz des Systems bleibt dabei auch bei unterschiedlichen Entnahmemengen stabil.
Allerdings berichten einige Nutzer von Optimierungsbedarf bei der Einstellung der Betriebszeiten. Die optimale Programmierung der Aufheizphasen, insbesondere während der Nachtstunden von 21:00 bis 02:00 Uhr, erfordert anfangs etwas Feinjustierung.
Darüber hinaus schätzen Nutzer die zusätzlichen Effekte wie die Entfeuchtung der Räume, in denen der Wärmepumpenboiler installiert ist. Diese Nebenwirkung wird besonders in Kellerräumen oder Weinkellern als positiver Nebeneffekt wahrgenommen.
Kosten im Detail
Die detaillierte Kostenanalyse eines 400-Liter-Wärmepumpenboilers offenbart ein durchdachtes Investitionsmodell. Zunächst betrachten wir die verschiedenen Kostenfaktoren, die für eine fundierte Kaufentscheidung relevant sind.
Anschaffungskosten
Die Grundinvestition für einen 400-Liter-Wärmepumpenboiler beträgt zwischen 7.210 und 7.670 CHF ohne Mehrwertsteuer. Allerdings variieren die Preise je nach Ausstattung und Hersteller. Ein qualitativ hochwertiges System mit zusätzlichen Funktionen wie Photovoltaik-Anschluss oder witterungsbeständigem Gehäuse kann durchaus höhere Anschaffungskosten verursachen.
Darüber hinaus beeinflussen folgende Faktoren den Kaufpreis:
Ausstattungsmerkmal | Zusätzliche Kosten (CHF) |
---|---|
Wärmetauscher | 800 – 1.200 |
PV-Anschluss | 500 – 800 |
Witterungsschutz | 400 – 600 |
Installationskosten
Die Installationskosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Ein qualifizierter Handwerker berechnet zwischen 90 und 160 CHF pro Stunde. Die Gesamtinstallation erfordert durchschnittlich etwa 8.000 CHF für Handwerkerleistungen.
Zusätzliche Installationskosten entstehen durch:
- Demontage bestehender Anlagen
- Elektrische Anschlussarbeiten
- Hydraulische Installation
- Inbetriebnahme und Einregulierung
Die Versandkosten für einen Wärmepumpenboiler über 300 Liter belaufen sich auf 150 CHF. Ab einer Bestellung von drei Boilern entfallen diese Kosten vollständig.
Betriebskosten pro Jahr
Die jährlichen Betriebskosten fallen im Vergleich zu konventionellen Systemen deutlich niedriger aus. Bei einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Warmwasserverbrauch von 6.000 kWh pro Jahr und einem Strompreis von 32 Rappen pro Kilowattstunde entstehen jährliche Kosten von etwa 640 CHF.
Die Wartungskosten belaufen sich auf etwa 250 CHF pro Jahr, deutlich weniger als bei Verbrennungsheizungen, die durchschnittlich 650 CHF jährlich verursachen. Diese Einsparung resultiert hauptsächlich daraus, dass kein Kaminfeger benötigt wird.
Ein besonders wirtschaftlicher Aspekt zeigt sich beim Vergleich mit konventionellen Systemen. Eine Ölheizung, die aus einem Liter Heizöl 9,6 Kilowattstunden thermische Energie gewinnt, verursacht bei 107 Rappen pro Liter Öl laufende Kosten von 660 Franken im Jahr für die Warmwasserbereitung.
Die Effizienz des Systems spiegelt sich in der Jahresarbeitszahl (JAZ) wider. Ein effizienter Wärmepumpenboiler erreicht eine JAZ von 3, was bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom drei Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugt werden. Im Vergleich dazu wandeln herkömmliche Elektroboiler eine Kilowattstunde Strom lediglich in eine Kilowattstunde Wärme um.
Besonders interessant gestaltet sich die Kombination mit einer Photovoltaikanlage. In diesem Fall können die Betriebskosten für die Warmwasserproduktion sogar auf null sinken. Die tatsächlichen Einsparungen hängen dabei von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Dimensionierung der Photovoltaikanlage und dem Nutzungsverhalten.
Die Gesamtkostenrechnung zeigt, dass sich ein Wärmepumpenboiler trotz höherer Anfangsinvestition durch die niedrigen Betriebskosten schnell amortisiert. Bei einem täglichen Wasserverbrauch von 300 Litern können die Einsparungen etwa 400 Franken pro Jahr betragen. Diese Einsparung resultiert hauptsächlich aus der effizienten Nutzung der Umgebungswärme, wodurch etwa zwei Drittel der Energiekosten im Vergleich zu konventionellen Systemen eingespart werden können.